Wüsten der Erde
Du lernst, wie Wüsten entstehen, welche Wüstentypen es gibt, wie Menschen in Oasen leben und was Desertifikation bedeutet.
Worum es geht
Wüsten sind Gebiete, in denen wegen Trockenheit oder Kälte kaum Pflanzen wachsen. Trockenwüsten erhalten meist weniger als 250 mm Niederschlag im Jahr, oft deutlich weniger. Die größte Trockenwüste ist die Sahara in Nordafrika mit rund 9 Millionen km², das ist etwa 25-mal die Fläche Deutschlands. Auch die Antarktis gilt wegen ihrer geringen Niederschläge als Wüste, als Kältewüste.
Wie Wüsten entstehen
- Wendekreiswüsten: Um die Wendekreise sinkt Luft ab, erwärmt sich und wird trockener. Es bilden sich kaum Wolken. Beispiele: Sahara, Arabische Wüste, Australische Wüsten, Kalahari.
- Küstenwüsten: Kalte Meeresströmungen kühlen die Luft über dem Meer ab, es regnet kaum über Land. Beispiele: Atacama in Chile (einer der trockensten Orte der Erde), Namib in Namibia.
- Binnenwüsten: Weit vom Meer entfernt oder durch Gebirge abgeschirmt, erreicht kaum feuchte Luft das Gebiet. Beispiel: Gobi in Asien.
- Regenschattenwüsten: auf der windabgewandten Seite hoher Gebirge
Wüstenformen
Viele denken bei Wüste an Sanddünen. Tatsächlich bestehen nur etwa 20 Prozent der Sahara aus Sand.
- Felswüste (Hamada): nackter Fels und Steinplatten
- Kies- und Geröllwüste (Serir): kleine Steine und Kies
- Sandwüste (Erg): Sanddünen
Klima
Tagsüber steigen die Temperaturen oft über 40 °C, nachts kann es stark abkühlen, weil die trockene, wolkenlose Luft die Wärme kaum hält. Die Tagesschwankung ist daher groß.
Leben in der Wüste
- Oasen sind Orte mit Wasser mitten in der Wüste, gespeist von Quellen, Grundwasser oder Flüssen wie dem Nil. Dort wird Bewässerungsfeldbau betrieben, oft im Stockwerkanbau unter Dattelpalmen.
- Nomaden zogen traditionell mit Kamelen, Ziegen und Schafen von Weide zu Weide.
- Heute wird in manchen Wüsten fossiles Grundwasser abgepumpt, das sich nicht erneuert, oder Meerwasser entsalzt.
Desertifikation
Am Rand der Wüsten, etwa in der Sahelzone südlich der Sahara, breiten sich wüstenähnliche Verhältnisse aus. Ursachen sind Dürren, aber auch Überweidung, Abholzung für Brennholz und falsche Bewässerung, die Böden versalzen lässt. Gegenmaßnahmen sind Aufforstung, angepasste Weidewirtschaft und Projekte wie die „Große Grüne Mauer“ in Afrika.
Merksatz
Wüsten erhalten sehr wenig Niederschlag. Entstehung: absinkende Luft an den Wendekreisen, kalte Meeresströmungen, Lage im Inneren der Kontinente oder im Regenschatten. Formen: Fels-, Kies- und Sandwüste. Desertifikation ist die Ausbreitung wüstenähnlicher Verhältnisse, oft mitverursacht durch den Menschen.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
- 9 000 000 : 357 600 ≈ 25,2
Ergebnis Etwa 25-mal.
Beispiel 2
- Vor der Küste fließt der kalte Humboldtstrom.
- Er kühlt die untere Luftschicht ab, die Luft darüber ist wärmer und stabil geschichtet.
- Es bildet sich höchstens Nebel, aber kaum Regen.
Ergebnis Sie ist eine Küstenwüste, die durch eine kalte Meeresströmung entsteht.
Übungen
Wie heißt die größte Trockenwüste der Erde?
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Die Sahara.
Wie viel Prozent der Sahara sind etwa Sandwüste?
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Etwa 20 Prozent.
Was ist eine Oase?
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Ein Ort mit Wasser in der Wüste, an dem Pflanzenbau möglich ist.
Nenne zwei menschliche Ursachen der Desertifikation.
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Zum Beispiel Überweidung und Abholzung (auch Versalzung durch falsche Bewässerung).
Darauf solltest du achten
Wüsten werden als ausschließlich heiße Sandflächen beschrieben.
Es gibt Fels-, Kies- und Sandwüsten, und auch Kältewüsten wie die Antarktis.
Desertifikation wird nur mit Klimaschwankungen erklärt.
Auch Übernutzung durch den Menschen trägt wesentlich dazu bei.
Hinweis zur Klassenstufe
In welcher Klasse genau dieses Thema drankommt, unterscheidet sich zwischen den Ländern. Klasse 7 ist der häufigste Zeitpunkt.