Die Klimazonen der Erde
Du lernst, warum es auf der Erde verschiedene Klimazonen gibt, wie sie sich unterscheiden und welche Vegetation dort wächst.
Worum es geht
Am Äquator ist es das ganze Jahr heiß, an den Polen eisig kalt. Der wichtigste Grund ist der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen.
Warum es Klimazonen gibt
Die Erde ist eine Kugel. Am Äquator treffen die Sonnenstrahlen steil auf, die Energie verteilt sich auf eine kleine Fläche. Zu den Polen hin fallen sie immer flacher ein, dieselbe Energie verteilt sich auf eine größere Fläche und muss einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen. Deshalb nimmt die Erwärmung vom Äquator zu den Polen ab.
Weil die Erdachse um etwa 23,4° geneigt ist, wandert der Zenitstand der Sonne im Jahresverlauf zwischen den Wendekreisen hin und her. So entstehen die Jahreszeiten.
Die Klimazonen
| Klimazone | Lage etwa | Merkmale | Vegetation |
|---|---|---|---|
| Tropen | zwischen den Wendekreisen | ganzjährig warm (über 18 °C), Tageszeitenklima | Regenwald, Savannen |
| Subtropen | bis etwa 40° N und S | heiße Sommer, milde Winter | Wüsten, Hartlaubvegetation (Mittelmeer) |
| gemäßigte Zone | bis zu den Polarkreisen | vier Jahreszeiten | Laub- und Mischwald, Nadelwald (Taiga), Steppe |
| kalte Zone (Polarzone) | um die Pole | lange, sehr kalte Winter, kurze kühle Sommer | Tundra, Eiswüste |
In der gemäßigten Zone unterscheidet man maritimes Klima (Seeklima) in Meeresnähe mit milden Wintern, kühlen Sommern und Niederschlag zu jeder Jahreszeit und kontinentales Klima (Landklima) im Inneren der Kontinente mit kalten Wintern, heißen Sommern und weniger Niederschlag. Deutschland liegt im Übergangsbereich.
Tageszeitenklima und Jahreszeitenklima
In den Tropen sind die Unterschiede zwischen Tag und Nacht größer als zwischen den Monaten (Tageszeitenklima). In der gemäßigten und kalten Zone prägen die Jahreszeiten das Klima (Jahreszeitenklima).
Weitere Einflüsse
Neben der Breitenlage wirken Höhe (es wird kälter), Meeresnähe und Meeresströmungen. Der warme Golfstrom mit seiner Fortsetzung, dem Nordatlantikstrom, sorgt dafür, dass Westeuropa viel milder ist als Gebiete auf gleicher Breite in Kanada.
Das musst du dir merken
Klimazonen entstehen vor allem durch den unterschiedlichen Einfallswinkel der Sonnenstrahlen. Von Äquator zu Pol: Tropen, Subtropen, gemäßigte Zone, kalte Zone. Die Neigung der Erdachse verursacht die Jahreszeiten. Höhe, Meeresnähe und Meeresströmungen verändern das Klima zusätzlich.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
- Irland liegt direkt am Atlantik, das Meer speichert Wärme.
- Der Nordatlantikstrom bringt warmes Wasser heran.
- Polen liegt weiter im Kontinent.
Ergebnis Irland hat maritimes, Polen eher kontinentales Klima mit kälteren Wintern.
Beispiel 2
- Am 21. Juni ist die Nordhalbkugel am stärksten zur Sonne geneigt.
- Die Sonne steht dann über dem nördlichen Wendekreis.
Ergebnis Bei etwa 23,4° N.
Übungen
Nenne die vier Klimazonen vom Äquator zum Pol.
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Tropen, Subtropen, gemäßigte Zone, kalte Zone.
Was bedeutet Tageszeitenklima?
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Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind größer als die zwischen den Jahreszeiten.
Warum gibt es Jahreszeiten?
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Weil die Erdachse geneigt ist und die Erde um die Sonne kreist.
Was unterscheidet maritimes von kontinentalem Klima?
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Maritimes Klima hat mildere Winter, kühlere Sommer und mehr Niederschlag.
Darauf solltest du achten
Jahreszeiten werden mit dem wechselnden Abstand der Erde zur Sonne erklärt.
Die Ursache ist die Neigung der Erdachse. Im Nordwinter ist die Erde der Sonne sogar am nächsten.
Die Tropen werden als Zone mit vier Jahreszeiten beschrieben.
In den Tropen ist es ganzjährig warm, statt Jahreszeiten gibt es oft Regen- und Trockenzeiten.
Hinweis zur Klassenstufe
Dieses Thema steht in vielen Bundesländern in Klasse 7 auf dem Lehrplan. Je nach Land und Schulform kann es früher oder später kommen.