Landwirtschaft in Deutschland
Du lernst, wovon Landwirtschaft abhängt, welche Formen es gibt und wie sich konventionelle und ökologische Landwirtschaft unterscheiden.
Das Wichtigste verständlich erklärt
Die Landwirtschaft versorgt uns mit Lebensmitteln wie Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Milch und Fleisch. Etwa die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt.
Wovon die Landwirtschaft abhängt
- Boden: Besonders fruchtbar sind Lössböden, etwa in den Börden am Nordrand der Mittelgebirge (Magdeburger Börde, Hildesheimer Börde). Dort wachsen Weizen und Zuckerrüben. Sandige Böden im Norden sind weniger ertragreich.
- Klima: Temperatur, Niederschlag und Länge der Wachstumszeit bestimmen, was angebaut werden kann.
- Relief: Flaches Land lässt sich gut mit Maschinen bearbeiten, steile Hänge eignen sich eher für Wiesen, Wald oder Weinbau.
- Markt und Politik: Preise, Nachfrage und Förderungen, etwa durch die Agrarpolitik der EU
Formen der Landwirtschaft
- Ackerbau: Anbau von Getreide, Mais, Raps, Kartoffeln, Zuckerrüben
- Grünlandwirtschaft und Viehhaltung: Milchkühe auf Weiden, häufig im Alpenvorland, in Küstengebieten und Mittelgebirgen mit viel Niederschlag
- Sonderkulturen: Wein (an Rhein, Mosel, Main), Obst (Altes Land bei Hamburg), Gemüse, Hopfen (Hallertau in Bayern)
- Intensive Tierhaltung: große Ställe mit vielen Schweinen oder Hühnern, etwa im westlichen Niedersachsen
Wandel der Landwirtschaft
Früher arbeitete ein großer Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Heute ist es nur noch rund 1 Prozent der Erwerbstätigen. Maschinen, Dünger, Pflanzenschutz und Züchtung haben die Erträge stark gesteigert. Gleichzeitig sind viele kleine Höfe verschwunden, die übrigen Betriebe wurden größer.
Konventionell und ökologisch
| konventionelle Landwirtschaft | ökologische Landwirtschaft | |
|---|---|---|
| Dünger | auch mineralischer Kunstdünger | organischer Dünger (Mist, Kompost), Gründüngung |
| Pflanzenschutz | chemisch-synthetische Mittel erlaubt | keine chemisch-synthetischen Mittel, Fruchtfolge, Nützlinge |
| Tierhaltung | höhere Tierzahlen pro Fläche möglich | mehr Platz, Auslauf, Biofutter |
| Erträge | höher | niedriger, Produkte meist teurer |
Ökologisch erzeugte Lebensmittel tragen das EU-Bio-Siegel. Beide Formen haben Vor- und Nachteile: Ökolandbau schont Böden, Gewässer und Artenvielfalt, braucht aber für dieselbe Menge mehr Fläche.
Merke
Landwirtschaft hängt von Boden, Klima, Relief und Markt ab. Formen: Ackerbau, Grünland und Viehhaltung, Sonderkulturen, intensive Tierhaltung. Börden mit Lössböden sind besonders fruchtbar. Ökologische Landwirtschaft verzichtet auf Kunstdünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel.
Beispiele
Beispiel 1
- Dort fällt viel Niederschlag, das fördert das Graswachstum.
- Das hügelige Relief erschwert Ackerbau mit großen Maschinen.
Ergebnis Klima und Relief begünstigen Grünland, deshalb werden dort vor allem Milchkühe gehalten.
Beispiel 2
- Unterschied: 8 t − 5 t = 3 t
- 3 : 8 = 0,375
Ergebnis Der Biohof erntet in diesem Beispiel 37,5 Prozent weniger.
Aufgaben zum Üben
Warum sind die Börden für den Ackerbau besonders geeignet?
Lösung anzeigen
Sie haben sehr fruchtbare Lössböden.
Nenne zwei Sonderkulturen.
Lösung anzeigen
Zum Beispiel Wein und Hopfen (auch Obst, Gemüse).
Etwa wie viel Prozent der Erwerbstätigen arbeiten heute in Deutschland in der Landwirtschaft?
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Rund 1 Prozent.
Nenne einen Unterschied zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft.
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Zum Beispiel: Im Ökolandbau ist kein mineralischer Kunstdünger erlaubt.
Fehler, die Punkte kosten
Ökologische Landwirtschaft wird als völlig ohne Düngung beschrieben.
Sie düngt mit organischem Dünger wie Mist und Kompost.
Es wird angenommen, Landwirtschaft hänge nur vom Wetter ab.
Auch Boden, Relief, Technik, Preise und Agrarpolitik bestimmen, was und wie angebaut wird.
Hinweis zur Klassenstufe
Wir ordnen das Thema Klasse 6 zu, weil es dort in den meisten Lehrplänen vorkommt. Bei dir kann die Reihenfolge abweichen.