Die Alpen: Höhenstufen und Tourismus
Du lernst, wie sich Klima und Vegetation in den Alpen mit der Höhe verändern und welche Chancen und Probleme der Tourismus mit sich bringt.
Die Grundlagen
Die Alpen sind das größte Hochgebirge Europas. Sie erstrecken sich über rund 1 200 km in einem Bogen von Frankreich bis Österreich und Slowenien. Ihr höchster Gipfel ist der Mont Blanc (rund 4 800 m). Nur ein kleiner Teil liegt in Deutschland, mit der Zugspitze (2 962 m) als höchstem deutschen Berg.
Höhenstufen der Vegetation
Weil es mit der Höhe kälter wird, verändert sich die Pflanzenwelt in Höhenstufen. Die Höhenangaben gelten ungefähr für die Nordalpen:
| Höhenstufe | Höhe etwa | Vegetation und Nutzung |
|---|---|---|
| Talstufe | bis 800 m | Siedlungen, Wiesen, Äcker, Laubwald |
| Bergstufe | 800 bis 1 600 m | Mischwald, dann Nadelwald |
| Waldgrenze | um 1 600 bis 1 800 m | oberhalb wachsen keine geschlossenen Wälder mehr |
| Mattenstufe | bis etwa 2 500 m | Zwergsträucher, Bergwiesen (Almen) |
| Felsstufe | bis etwa 3 000 m | Moose, Flechten, Fels |
| Schnee- und Eisstufe | darüber | ewiger Schnee, Gletscher |
Almwirtschaft
Traditionell trieben Bauern ihr Vieh im Sommer auf die Almen in der Mattenstufe und im Winter zurück ins Tal. Diese Almwirtschaft pflegt die Landschaft, wird heute aber oft durch Förderung oder Tourismus unterstützt.
Tourismus
Viele Alpentäler leben heute vor allem vom Tourismus: im Sommer Wandern und Klettern, im Winter Skifahren. Er bringt Arbeitsplätze und Einkommen in Regionen, in denen Landwirtschaft allein kaum Auskommen bietet.
Er verursacht aber auch Probleme:
- Flächenverbrauch durch Hotels, Straßen, Parkplätze und Skipisten
- Verkehr mit Staus, Lärm und Abgasen
- Schäden an der Natur: Planierte Pisten und Rodungen fördern Erosion, Muren und Lawinen.
- Wasser- und Energieverbrauch für Schneekanonen
- Saisonarbeit und hohe Wohnkosten für Einheimische
Folgen des Klimawandels
In den Alpen steigen die Temperaturen stärker als im weltweiten Durchschnitt. Die Gletscher schrumpfen deutlich, viele werden in den kommenden Jahrzehnten verschwinden. Skigebiete in niedrigen Lagen haben immer seltener genug Naturschnee. Deshalb setzen viele Orte auf einen sanften Tourismus, der Natur schont und Angebote für das ganze Jahr schafft.
Merksatz
In den Alpen ändert sich die Vegetation mit der Höhe in Höhenstufen: Talstufe, Bergstufe mit Wald, Waldgrenze, Mattenstufe, Felsstufe, Schnee- und Eisstufe. Tourismus bringt Einkommen, aber auch Verkehr, Flächenverbrauch und Naturschäden. Sanfter Tourismus soll die Folgen begrenzen.
Beispiele mit Lösungsweg
Beispiel 1
- Bis 0 °C müssen 20 °C abnehmen.
- 20 : 0,65 ≈ 30,8, also etwa 3 080 m Höhenunterschied
- 600 m + 3 080 m ≈ 3 680 m
Ergebnis Ab etwa 3 700 m ist mit Temperaturen um den Gefrierpunkt zu rechnen.
Beispiel 2
- Für Pisten werden Wälder gerodet und Hänge planiert.
- Ohne Wurzeln und Pflanzendecke hält der Boden schlechter.
Ergebnis Bei Starkregen kann Wasser ungebremst abfließen und Schlamm und Geröll mitreißen.
Übungsaufgaben mit Lösungen
Was ist die Waldgrenze?
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Die Höhe, oberhalb derer keine geschlossenen Wälder mehr wachsen.
Was ist eine Alm?
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Eine Bergweide in der Mattenstufe, auf die im Sommer Vieh getrieben wird.
Nenne zwei Probleme des Massentourismus in den Alpen.
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Zum Beispiel Verkehr und Flächenverbrauch.
Was versteht man unter sanftem Tourismus?
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Tourismus, der Natur und Kultur schont und die Belastungen gering hält.
Typische Fehler
Die Höhenstufen werden mit genau gleichen Höhen für alle Alpengebiete angegeben.
Die Grenzen schwanken je nach Lage, Hangrichtung und Klima.
Tourismus wird nur negativ bewertet.
Er sichert vielen Bergregionen Einkommen und Arbeitsplätze, die Folgen müssen abgewogen werden.
Hinweis zur Klassenstufe
Die Einordnung in Klasse 6 folgt verbreiteten Lehrplänen. Maßgeblich ist, was deine Lehrkraft für die Arbeit angekündigt hat.