Aufbau einer Blütenpflanze
Du lernst die Grundorgane Wurzel, Sprossachse und Blatt sowie den Aufbau der Blüte kennen und weißt, welche Aufgabe jedes Organ hat.
Erklärung
Eine Blütenpflanze wie die Tulpe, der Raps oder die Kirsche besteht aus den Grundorganen Wurzel, Sprossachse und Blatt. Dazu kommt zur Fortpflanzung die Blüte.
Die Grundorgane
- Wurzel: verankert die Pflanze im Boden und nimmt mit feinen Wurzelhaaren Wasser und Mineralstoffe auf. Manche Wurzeln speichern Nährstoffe (Karotte).
- Sprossachse (Stängel, Stamm): trägt Blätter und Blüten und transportiert in Leitungsbahnen Wasser von der Wurzel nach oben und Nährstoffe aus den Blättern in die ganze Pflanze.
- Blatt: Hier findet die Fotosynthese statt. Mit Lichtenergie stellt die Pflanze aus Kohlenstoffdioxid und Wasser Traubenzucker her. Über kleine Öffnungen an der Blattunterseite, die Spaltöffnungen, nimmt sie Kohlenstoffdioxid auf und gibt Sauerstoff und Wasserdampf ab.
Aufbau der Blüte
Von außen nach innen besteht eine typische Blüte aus:
- Kelchblättern: grün, schützen die Knospe
- Kronblättern: oft bunt, locken Insekten an
- Staubblättern (männlich): bestehen aus Staubfaden und Staubbeutel, in dem der Pollen gebildet wird
- Fruchtblatt oder Stempel (weiblich): besteht aus Narbe, Griffel und Fruchtknoten. Im Fruchtknoten liegen die Samenanlagen mit den Eizellen.
Blüten mit Staub- und Fruchtblättern heißen zwittrig. Bei manchen Pflanzen gibt es getrennte männliche und weibliche Blüten.
Legebild und Blütendiagramm
Um eine Blüte zu untersuchen, zupft man ihre Teile von außen nach innen ab und legt sie geordnet auf ein Blatt (Legebild). Ein Blütendiagramm stellt die Anordnung der Blütenteile schematisch von oben dar. Die Anzahl der Blütenteile hilft bei der Bestimmung der Pflanzenfamilie: Kreuzblütler wie der Raps haben zum Beispiel vier Kronblätter.
Das musst du dir merken
Grundorgane: Wurzel (Verankerung, Wasseraufnahme), Sprossachse (Stütze, Transport), Blatt (Fotosynthese). Blüte von außen nach innen: Kelchblätter, Kronblätter, Staubblätter (männlich), Fruchtblatt mit Narbe, Griffel, Fruchtknoten (weiblich).
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
- Sie vergrößern die Oberfläche der Wurzel stark.
- So kann mehr Wasser mit Mineralstoffen aufgenommen werden.
Ergebnis Die Wurzelhaare dienen der Aufnahme von Wasser und Mineralstoffen.
Beispiel 2
- Oben: die klebrige Narbe, die den Pollen auffängt
- Darunter: der Griffel als Verbindung
- Unten: der Fruchtknoten mit den Samenanlagen
Ergebnis Narbe, Griffel, Fruchtknoten
Übungen
Welche Blütenteile sind männlich?
Lösung anzeigen
Die Staubblätter mit Staubbeuteln, in denen der Pollen entsteht.
Wozu dienen bunte Kronblätter?
Lösung anzeigen
Sie locken Insekten zur Bestäubung an.
In welchem Organ findet vor allem die Fotosynthese statt?
Lösung anzeigen
Im Blatt.
Hier passieren die meisten Fehler
Staubblätter werden als weibliche Blütenteile bezeichnet.
Staubblätter sind männlich, das Fruchtblatt ist weiblich.
Die Kelchblätter werden mit den Laubblättern der Pflanze verwechselt.
Kelchblätter gehören zur Blüte und umhüllen die Knospe.
Hinweis zur Klassenstufe
In welcher Klasse genau dieses Thema drankommt, unterscheidet sich zwischen den Ländern. Klasse 5 ist der häufigste Zeitpunkt.