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Geschichte · Klasse 6

Das Römische Reich: Republik und Kaiserzeit

Lesezeit etwa 3 Minuten · 2 Beispiele · 4 Übungen · Redaktion Lektion.net · Stand 11.10.2026

Du lernst die Entwicklung Roms vom Stadtstaat zum Weltreich kennen, die Verfassung der Republik, den Übergang zur Kaiserzeit unter Augustus und das Ende Westroms.

Die Grundlagen

Der Sage nach wurde Rom 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Aus einer kleinen Siedlung am Tiber wurde im Laufe der Jahrhunderte ein Reich, das den ganzen Mittelmeerraum umfasste.

Die Republik (ab 509 v. Chr.)

Nach der Vertreibung des letzten Königs wurde Rom eine Republik (von lateinisch „res publica“, öffentliche Sache).

  • Konsuln: zwei auf ein Jahr gewählte oberste Beamte. Sie konnten sich gegenseitig blockieren, damit keiner zu mächtig wurde.
  • Senat: Versammlung ehemaliger Beamter aus führenden Familien, großer Einfluss auf die Politik
  • Volksversammlungen: wählten die Beamten und beschlossen Gesetze
  • Volkstribunen: vertraten die Interessen der Plebejer (einfache Bürger) gegenüber den Patriziern (Adel)

Expansion

Rom eroberte zuerst Italien, dann in den Punischen Kriegen gegen Karthago (264 bis 146 v. Chr.) die Vorherrschaft im westlichen Mittelmeer. Bekannt ist der karthagische Feldherr Hannibal, der mit Elefanten die Alpen überquerte. Später kamen Griechenland, Kleinasien, Gallien und Ägypten hinzu.

Krise und Ende der Republik

Die Eroberungen brachten Reichtum für wenige und Not für viele Kleinbauern. Machtkämpfe und Bürgerkriege erschütterten die Republik. Gaius Julius Caesar eroberte Gallien und ließ sich zum Diktator auf Lebenszeit ernennen. Am 15. März 44 v. Chr. wurde er von Senatoren ermordet, die die Republik retten wollten.

Die Kaiserzeit

Caesars Großneffe Octavian setzte sich in den folgenden Bürgerkriegen durch. 27 v. Chr. erhielt er den Ehrennamen Augustus und gilt als erster römischer Kaiser. Formal blieben die Einrichtungen der Republik bestehen, tatsächlich lag die Macht beim Kaiser (Prinzipat). Es folgte eine lange Friedenszeit, die Pax Romana.

Unter Kaiser Trajan erreichte das Reich um 117 n. Chr. seine größte Ausdehnung.

Römer und Germanen

Im Jahr 9 n. Chr. besiegten germanische Stämme unter Arminius drei römische Legionen in der Varusschlacht. Rom gab die Eroberung des Gebiets bis zur Elbe auf. Die Grenze wurde mit dem Limes, einem befestigten Grenzwall, gesichert. Viele Städte im heutigen Deutschland gehen auf römische Gründungen zurück, etwa Köln, Trier, Mainz und Augsburg.

Teilung und Ende

395 n. Chr. wurde das Reich endgültig in ein Weströmisches und ein Oströmisches Reich geteilt. Westrom ging 476 n. Chr. unter, als der germanische Heerführer Odoaker den letzten Kaiser absetzte. Dieses Datum gilt oft als Ende der Antike. Ostrom (Byzanz) bestand bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen 1453.

Kurz gemerkt

Rom: Republik ab 509 v. Chr. mit Konsuln, Senat und Volksversammlung. Ermordung Caesars 44 v. Chr., Augustus erster Kaiser ab 27 v. Chr. Varusschlacht 9 n. Chr., Limes als Grenze. Teilung 395, Ende Westroms 476.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Warum gab es in der römischen Republik immer zwei Konsuln?
  1. Ein einzelner Herrscher hätte zu viel Macht gehabt, wie zuvor die Könige.
  2. Zwei Konsuln konnten sich gegenseitig kontrollieren und blockieren.
  3. Die Amtszeit war auf ein Jahr begrenzt.

Ergebnis Machtteilung und Begrenzung sollten eine Rückkehr zur Alleinherrschaft verhindern.

Beispiel 2

Warum wird Augustus als erster Kaiser bezeichnet, obwohl es die Republik formal noch gab?
  1. Senat und Ämter bestanden weiter.
  2. Augustus vereinte aber die wichtigsten Befugnisse auf sich: Oberbefehl über das Heer, Rechte eines Volkstribuns.

Ergebnis Die tatsächliche Macht lag bei ihm allein, die Republik bestand nur noch dem Namen nach.

Übungen

Löse zuerst selbst, dann klappst du die Lösung auf.

  1. Wann wurde Caesar ermordet?

    Lösung anzeigen

    Am 15. März 44 v. Chr.

  2. Was war der Limes?

    Lösung anzeigen

    Ein befestigter Grenzwall des Römischen Reiches gegen die Germanen.

  3. Welches Ereignis gilt oft als Ende der Antike?

    Lösung anzeigen

    Die Absetzung des letzten weströmischen Kaisers 476 n. Chr.

  4. Was bedeutet „res publica“?

    Lösung anzeigen

    Öffentliche Sache, die Angelegenheit aller.

Darauf solltest du achten

  • Caesar wird als erster römischer Kaiser bezeichnet.

    Caesar war Diktator. Erster Kaiser war Augustus ab 27 v. Chr.

  • Es wird angenommen, dass das ganze Römische Reich 476 unterging.

    Nur Westrom endete 476, Ostrom bestand bis 1453.

Hinweis zur Klassenstufe

Dieses Thema steht in vielen Bundesländern in Klasse 6 auf dem Lehrplan. Je nach Land und Schulform kann es früher oder später kommen.

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