Wie Tiere den Winter überstehen
Du unterscheidest Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre und erklärst weitere Angepasstheiten wie Vogelzug, Winterfell und Vorratshaltung.
Das Wichtigste verständlich erklärt
Im Winter ist es kalt und Nahrung ist knapp. Tiere haben verschiedene Angepasstheiten entwickelt, um diese Zeit zu überstehen.
Winterschlaf
Einige gleichwarme Säugetiere wie Igel, Siebenschläfer, Murmeltier und Fledermäuse halten Winterschlaf.
- Die Körpertemperatur sinkt stark ab, beim Igel von etwa 36 °C auf etwa 5 °C.
- Herzschlag und Atmung werden sehr langsam.
- Die Tiere zehren von ihren Fettreserven, die sie im Herbst angefressen haben.
- Sie wachen nur gelegentlich kurz auf.
Ein Igel, der im Herbst zu wenig wiegt, kann den Winter nicht überleben.
Winterruhe
Eichhörnchen, Dachs und Braunbär halten Winterruhe.
- Die Körpertemperatur sinkt nur wenig.
- Die Tiere schlafen viel, wachen aber regelmäßig auf und fressen von ihren Vorräten oder suchen Nahrung.
- Das Eichhörnchen legt im Herbst Verstecke mit Nüssen und Samen an.
Winterstarre
Wechselwarme Tiere wie Frösche, Eidechsen, Schlangen und viele Insekten fallen in Winterstarre.
- Ihre Körpertemperatur sinkt mit der Umgebungstemperatur.
- Sie werden völlig unbeweglich und können sich nicht selbst aufwecken.
- Sie suchen vorher frostgeschützte Verstecke, etwa im Schlamm am Grund von Gewässern, unter Laub oder in Erdlöchern. Sinkt die Temperatur dort unter den Gefrierpunkt, können sie erfrieren.
Aktiv durch den Winter
- Winterfell oder Wintergefieder: dichter und länger, manche Tiere wechseln die Farbe (Hermelin, Schneehase werden weiß).
- Vogelzug: Viele Vögel wie Störche und Schwalben fliegen in wärmere Gebiete, oft bis nach Afrika. Sie folgen nicht in erster Linie der Kälte, sondern der Nahrung, denn im Winter gibt es hier kaum Insekten.
- Standvögel wie Meisen, Spatzen und Amseln bleiben und plustern ihr Gefieder auf, um sich zu wärmen.
Das musst du dir merken
Winterschlaf: Körpertemperatur stark gesenkt, Leben von Fettreserven (Igel). Winterruhe: Temperatur nur wenig gesenkt, regelmäßiges Aufwachen und Fressen von Vorräten (Eichhörnchen). Winterstarre: wechselwarme Tiere werden mit der Umgebung kalt und starr (Frosch).
Beispiele mit Lösungsweg
Beispiel 1
- Der Frosch ist wechselwarm, seine Körpertemperatur folgt der Umgebung.
- Bei Kälte laufen seine Stoffwechselvorgänge so langsam, dass er sich nicht bewegen kann.
Ergebnis Er ist in Winterstarre und kann sich erst bei steigenden Temperaturen wieder bewegen.
Beispiel 2
- Siebenschläfer: stark gesenkte Körpertemperatur, Fettreserven
- Braunbär: Körpertemperatur nur wenig gesenkt, gelegentlich wach
- Zauneidechse: wechselwarm
Ergebnis Siebenschläfer: Winterschlaf, Braunbär: Winterruhe, Zauneidechse: Winterstarre
Übungsaufgaben mit Lösungen
Warum frisst sich ein Igel im Herbst eine Fettschicht an?
Lösung anzeigen
Er lebt während des Winterschlafs von diesen Reserven.
Warum ziehen Schwalben im Herbst nach Süden?
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Im Winter finden sie hier keine Insekten als Nahrung.
Was ist der Hauptunterschied zwischen Winterschlaf und Winterruhe?
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Beim Winterschlaf sinkt die Körpertemperatur stark, bei der Winterruhe nur wenig, und die Tiere wachen öfter auf und fressen.
Fehler, die Punkte kosten
Der Braunbär wird als Winterschläfer bezeichnet.
Er hält Winterruhe, seine Körpertemperatur sinkt nur wenig.
Es wird angenommen, dass Zugvögel vor allem der Kälte ausweichen.
Ausschlaggebend ist der Nahrungsmangel im Winter.
Hinweis zur Klassenstufe
In welcher Klasse genau dieses Thema drankommt, unterscheidet sich zwischen den Ländern. Klasse 6 ist der häufigste Zeitpunkt.